Herzlich Willkommen auf dem Blog der Forschungsstelle Edition Spenerbriefe. Unsere Aufgabe ist es, die Briefe von Philipp Jakob Spener in wissenschaftlich kommentierter Form zu edieren.

Das Korpus hat vermutlich einen Umfang von ca. 3500 Briefen. Sie sind teils handschriftlich überliefert und in Archiven und Bibliotheken weit über Deutschland hinaus zu finden. Teilweise liegen sie gedruckt in alten, von Spener selbst besorgten oder postumen Sammlungen vor, die als historische Quellen bisher kaum benutzbar waren, weil in ihnen regelmäßig die Namen der Adressaten sowie oftmals Hinweise auf unmittelbar beteiligte Personen getilgt worden sind.

Die Edition der Spener-Briefe bringt erstmals eine vervollständigte Sammlung der erhaltenen Briefe Speners, wobei es gelingt, die große Mehrzahl der Adressaten zu identifizieren. Dadurch und durch die genaue Kommentierung erhält eine bisher weithin im Dunkeln liegende Epoche frühneuzeitlicher Religions- und Kulturgeschichte – der Zeit des Pietismus und der frühen Aufklärung – erstmals deutlichere Konturen.

Mit der Edition der Berliner Briefe Speners soll dieser für die Kirchen- und Theologiegeschichte, darüber hinaus aber für die allgemeine Geistes- und Kulturgeschichte des ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts, für die Etablierungsphasen von Pietismus und Aufklärung, für die konfessionspolitischen, universalreformerischen und alltagsgeschichtlichen Dimensionen dieser Zeit zentrale Quellenbestand der Forschung in einer historisch-kritischen Ausgabe zugänglich gemacht werden.

Die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig fördert dieses Vorhaben.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.edition-spenerbriefe.de
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