Vom träumen

Von dem, was einiger träume wegen geschrieben worden, kan nicht zur gnüge antworten.
1. Ists an dem, daß die meiste unsere träume blosse wirckungen unsrer phantasie sind und sich nach dem temperament oder auch jedesmaliger beschaffenheit des menschen ziemlich richten und sich also aus denselben von künfftigen dingen nichts schliessen lasse.

(Ph. J. Spener, Briefe aus der Dresdner Zeit 1686-1691, Band 1, Brief Nr. 178, S. 578, Z. 1-6.)