Adam Rechenberg

Der Briefwechsel zwischen Spener und seinem Schwiegersohn Adam Rechenberg (Professor an der philosophischen Fakultät der Universität Leipzig, ab 1699 Professor der Theologie) umfasst insgesamt 1142 Briefe aus den Jahren 1686 bis 1705. Diese Korrespondenz bietet in ihrer Vielschichtigkeit und in ihrer hohen Informationsdichte eine bedeutende Quelle für Leben und Wirksamkeit Speners wie auch für die Frühneuzeitforschung an sich: Der Briefwechsel Spener – Rechenberg geschieht einerseits unter dem Vorzeichen hoher Vertraulichkeit, gleichzeitig repräsentiert er eine politische Dimension, da beide Korrespondenzpartner immer auch aus ihren öffentlichen Ämtern heraus agieren.

Eine besondere Herausforderung in der inhaltlichen Erschließung der Briefe liegt in dem ihnen eigenen „Telegrammstil“: Aufgrund weitreichender Schnittmengen der Netzwerke und Handlungskontexte von Spener und Rechenberg werden Themen und Sachverhalte häufig nur kurz angerissen bzw. Personen teilweise nicht namentlich genannt.

Der Briefwechsel Speners mit Adam Rechenberg ist, soweit erhalten, als gebundenes Konvolut der Originalbriefe überliefert und vollständig in lateinischer Sprache verfasst. Er stellt die umfangreichste erhaltene Korrespondenz Speners dar und soll in einer Sonderreihe veröffentlicht werden, die – wie bereits der Briefwechsel Speners mit August Hermann Francke – die Briefe beider Korrespondenzpartner präsentiert. Dieser Editionsbereich wird voraussichtlich sechs Bände umfassen.

IM DRUCK

Briefwechsel mit Adam Rechenberg, Band 1: 1686-1689

In Bearbeitung

Briefwechsel mit Adam Rechenberg, Band 2: 1690-1691

Briefwechsel mit Adam Rechenberg, Band 3: 1691-1693

Geplant

Briefwechsel mit Adam Rechenberg, Band 4: 1694-1695

Briefwechsel mit Adam Rechenberg, Band 5: 1696-1697

Briefwechsel mit Adam Rechenberg, Band 6: 1698-1704